Kinderrechte statt Kinder um jeden Preis – Nein zum Entwurf des FMedG

neues Fortpflanzungsmedizingesetz würde Eizellenspende, künstliche Befruchtung und Embryonenselektion erlauben

 

Kinderrechte statt Kinder um jeden Preis – Nein zum Entwurf des FMedG

abgeschlossen
010.000
  6.080
 
6.080 Personen haben unterschrieben.

Kinderrechte statt Kinder um jeden Preis – Nein zum Entwurf des FMedG

UPDATE 15.01.2016: Mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Gefahren der Fortpflanzungsmedizin hat der Biomedizinexperte Matthias Beck aufhorchen lassen. So würde eine jüngst in Deutschland publizierte Studie nachweisen, dass die bei der  In-vitro-Fertilisation (IvF) verwendeten Nährlösungen für befruchtete Eizellen später beim Kind schwere Gefäßerkrankungen nach sich ziehen können. Dieses Beispiel zeige, wie wichtig die wissenschaftliche Begleitforschung gerade bei der Fortpflanzungsmedizin sei: http://kathpress.at/goto/meldung/1337315/beck-risiken-der-fortpflanzungsmedizin-werden-unterschaetzt
Audiobericht auf: http://de.radiovaticana.va/news/2016/01/14/d_%C3%B6sterreich_risiken_der_fortpflanzungsmedizin_untersch/1200903


UPDATE 15.06.2015: Angeblich (laut Zeitung "Die Furche") weichen österreichische Fortpflanzungsmediziner auf Spenden aus dem Ausland aus, führen die Befruchtung im Ausland durch oder locken mit Entschädigungen: http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/70637.html
Reproduktionsinstitute umgehen Restriktionen: http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/70574.html
Eizellenspende: Reproduktionsinstitute umgehen Restriktionen: http://www.kath.net/news/50919


UPDATE 11.06.2015: Hier der Link zu einer Presseaussendung  vom "Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz" vom 11. Juni: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150611_OTS0037/univ-prof-dr-andreas-obruca-eizellspende-und-pid-sind-totes-recht

Derzeit sind PID und Eizellspende in Österreich totes Recht - sie werden nicht angewandt.  Unser Widerstand gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz hat sich teilweise ausgezahlt - hier die wichtigsten Passagen der Presseaussendung zusammengefasst:

  • "Meines Wissens nach wird die Eizellspende in Österreich weiterhin nicht angewandt", so die Einschätzung von Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, Leiter des führenden Zentrums für Fortpflanzungsmedizin, dem Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz...
  • "Seit dem das Gesetz beschlossen wurde, hatten wir eine einzige Patientin, die eine potentielle Spenderin mitgebracht hat, die hat jedoch das Alterslimit von 30 Jahren überschritten", berichtet Obruca. "Die Anzahl an Anfragen seitens Empfängerin und Spenderin sind minimal und darüber hinaus kam es bisher nicht."

Auch die heftig diskutierte Präimplantationsdiagnostik liegt auf Eis, berichtet der Leiter des Kinderwunschzentrums: "Die Novelle schreibt vor, dass 'ein wissenschaftlicher Ausschuss für Genanalyse und Gentherapie' über das Vorliegen der Voraussetzungen zu entscheiden hat. Dieser Ausschuss ist jedoch bis dato nicht zusammen getreten. Eine Anwendung ist daher derzeit nicht möglich."

Vielen herzlichen Dank an alle, die am Protest gegen des Fortpflanzungsmedizingesetz mitgewirkt haben!


UPDATE 19.03.2015: Die Kritik am Fortpflanzungsmedizingesetz  und die daher durchgeführten Änderungen zeigen Wirkung. Der Leiter des Kinderwunschzentrums, Andreas Obruca bewertet das neue Fortpflanzungsmedizingesetz lt. einer APA-Presseaussendung hinsichtlich der Eizellenspende als „totes Recht“. 

"Der Gesetzgeber hat die Eizellspende nur offiziell erlaubt, de facto wird sich nichts ändern. Es wäre konsequenter gewesen, zum Verbot zu stehen."

Denn der Kreis der Paare, die sich auf diese Weise ihren Kinderwunsch erfüllen wollen, sei massiv eingeschränkt worden: Erst schon mit dem "Vermittlungsverbot", das bedeutet, dass sich Frauen selbst eine Spenderin im Verwandten- oder Freundeskreis suchen müssen. Und dann wegen der finanziellen Belastung: Denn zuletzt sei beschlossen worden, dass der Spenderin nur Barauslagen gegen Beleg ersetzt werden - aber nicht die für die mehrfachen Termine nötigen Urlaubstage oder ein Verdienstentgang, bemängelte Obruca.

Danke an alle, die am Protest gegen des Fortpflanzungsmedizingesetz mitgewirkt haben!


UPDATE: 21.01.2015: Trotz massiver Proteste hat der Nationalrat heute das neue Fortpflanzungsmedizingesetz beschlossen. Die Novelle ist mit Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS beschlossen worden.
Die FPÖ und das Team Stronach stimmten im Sinne der Unterzeichner dieser Petition dagegen.


UPDATE: 20.12.2014: Justizminister Wolfgang Brandstetter schrieb einen Kommentar, in dem er meint, dass das neue Fortpflanzungsmedizingesetz auf die "Bedürfnissen der heutigen Zeit" eingehe. Außerdem dürfe die Widersprüchlichkeit der Materie "uns nicht davon abhalten, ein im Interesse der davon betroffenen Menschen notwendiges Gesetz zu machen".


Eine geplante Novelle des österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetzes beinhaltet, dass sich Frauen mit der Eizelle einer anderen ein Kind machen lassen dürfen (Eizellspende). Ebenso vorgesehen ist die Möglichkeit, dass zahlreiche Embryonen bewusst für genetische Selektion produziert werden (Präimplantationsdiagnostik). Lesbische Paare sollen sich mit künstlicher Befruchtung Kinder machen lassen dürfen.

Die Eizellspende führt dazu, dass Kinder von vornherein zwischen zwei Müttern stehen – einer biologischen und einer genetischen. Die Eizellspende ist ein gesundheitliches Risiko für Spenderin, Kinderwunschpatientin und Kind.

Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden bewusst mehrere Embryonen gezeugt, von denen nur jene sich weiter entwickeln dürfen, die einer bestimmten genetischen Erwartung entsprechen. Diese Diagnostik ist nie Therapie eines Embryos, sondern immer nur Selektion. Sie ist schon deswegen abzulehnen.

Die angeblich beschränkte Zulassung im Entwurf täuscht: Wenn man nicht weiß, wonach man sucht – wie bei unerklärten Fehlgeburten – dann muss man möglichst umfassend suchen – und erfährt daher vielmehr über den Embryo, als man laut Gesetz wissen darf.  De facto werden daher viel mehr Embryonen selektiert und weggeworfen.

Die künstliche Befruchtung für lesbische Paare führt dazu, dass ein Kind von vornherein mit der Absicht gezeugt wird, ohne seinen Vater aufzuwachsen. Das verstößt gegen das durch die Kinderrechtskonvention geschützte Recht des Kindes, möglichst bei Vater und Mutter aufzuwachsen.

Wir plädieren daher an die Gesundheitsministerin und den Justizminister: Der Entwurf des Fortpflanzungsmedizingesetz muss zurückgenommen und nach umfassender öffentlicher Information und Debatte grundlegend überarbeitet werden.


Weitere Informationen:
http://cinema.arte.tv/de/das-vorstellungsgesprach
http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/66066.html
http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/walterskirchen/4602577/Fortpflanzungsmedizin_Es-braucht-eine-breite-offentliche-Debatte
http://derstandard.at/2000008328886/Bischof-Kueng-Ich-halte-das-fuer-einen-grossen-Irrtum
http://kath.net/news/48303
http://kath.net/news/48291
http://www.kleinezeitung.at/s/politik/innenpolitik/4594103/Liberaler-Gesetzesentwurf_Fortpflanzung-fur-Homosexuelle
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4600002/Fortpflanzungsmedizin_Lopatka-will-ExpertenMeinung-abwarten
http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/walterskirchen/4608451/Sind-Frauen-und-Babys-nur-Objekte-der-Fortpflanzungstechnik
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4609385/Fortpflanzungsgesetz_Erster-Schritt-zum-Designerbaby


Der Gesetzesentwurf:
http://www.justiz.gv.at/web2013/html/default/2c94848b48ac03fd0149a8a7389856c1.de.html
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/ME/ME_00077/fname_372959.pdf

Diese Petition wurde von einer Person oder einer Organisation erstellt, die nicht mit CitizenGO verbunden ist. CitizenGO ist für den Inhalt nicht verantwortlich.
+ E-Mail/Mitteilung an:

Diese petition ist...

Abgeschlossen!

Kinderrechte statt Kinder um jeden Preis – Nein zum Entwurf des FMedG

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Oberhauser! Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Brandstetter!

Die geplanten Änderungen des Fortpflanzungsmedizingesetzes haben nichts mehr mit Therapie zu tun und missachten grundlegende Rechte von Kindern. Es ist ein Skandal, dass Sie ein so elementares Thema ohne seriöse Diskussion und breite Befassung der Öffentlichkeit durchpeitschen wollen.

Ihr Vorhaben ist ein Tribut an einen Markt, der mit immer dreisteren Mitteln die Hoffnungen von leidgeplagten Menschen schürt. Dabei lässt er die Blickwinkel zweier großer Gruppen von Betroffenen völlig außer Acht: die der Kinder und die von Menschen mit Behinderung.

Mit diesem Entwurf beschließen Sie, werte Minister, dass Kinder gezeugt werden, die von vornherein zwischen zwei Müttern stehen – einer biologischen und einer genetischen.

Mit diesem Entwurf wird die künstliche Befruchtung dazu missbraucht, nur noch Kinder auf die Welt zu bringen, die den jeweiligen Gentest bestanden haben.

Sehr geehrte Bundesminister, Präimplantationsdiagnostik ist nie Therapie, sondern immer Selektion und schon aus diesem alleinigen Grund abzulehnen. Dass Ihr Vorschlag „nur eine beschränkte“ Zulassung vorsehe, ist Wählertäuschung: Chromosomenscreening liefert weit mehr Gen-Informationen, als Sie behaupten zu erlauben. Der Selektion ist weder eine ausreichende Einschränkung und schon gar nicht eine ausreichende Kontrolle gesetzt.

Schließlich beschließen Sie mit diesem Entwurf, dass es in Zukunft für Kinder vollkommen egal zu sein hat, ob sie bei ihrem Vater und ihrer Mutter aufwachsen dürfen. Der Wunsch zweier Erwachsener nach einem Kind ist alleiniger Maßstab. Dass dadurch ein Mensch gezeugt wird, der von vornherein mit einer zumindest herausfordernden Identitätsfindung zwischen 3 bis 4 Elternteilen belastet wird, hat für Sie kein Gewicht.

Dem allen kann ich als demokratisch legitimierter Wähler dieses Landes nicht zustimmen.

Ich fordere Sie daher dringend auf: Ziehen Sie den Entwurf zurück! Er bedarf einer tiefgreifenden Überarbeitung nach umfangreicher öffentlicher Information und Diskussion unter Einbeziehung der moralischen Instanzen und Gremien unseres Landes!

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]

Kinderrechte statt Kinder um jeden Preis – Nein zum Entwurf des FMedG

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition

010.000
  6.080
 
6.080 Personen haben unterschrieben.