Die Absetzung des christlichen Bürgermeisters von Alqosh rückgängig machen!

Petition an: Dilshad Barzani und Dr. Mustafa Ramazan, die Repräsentanten der kurdischen Regionalregierung in Berlin und Wien

 

Die Absetzung des christlichen Bürgermeisters von Alqosh rückgängig machen!

050.000
  23.821
 
23.821 Personen haben bereits unterzeichnet. Helfen Sie bitte mit, 50.000 Unterschriften zu erreichen.

Die Absetzung des christlichen Bürgermeisters von Alqosh rückgängig machen!

In Alqosh, einer Kleinstadt am Rande der Ninive-Ebene im Nordirak, leben traditionell keine Kurden. Die Kleinstadt ist im Irak der letzte namhafte Ort überhaupt, der noch ausschließlich von christlichen Assyrern und Chaldäern bewohnt wird.

Um so verwunderlicher ist es, dass jetzt am 16. Juli 2017 der von der Bevölkerung gewählte Bürgermeister Alqoshs im Eilverfahren – gegen den ausdrücklichen Willen der Bevölkerung abgesetzt und durch einen kurdischen Lokalpolitiker, welcher der PDK (Demokratische Partei Kurdistans) angehört, ersetzt wurde.

Veranlasst wurde diese überraschende Maßnahme von Bashar al Kiki, Haupt des Provinzrats von Ninive und ebenfalls Mitglied der PDK. Die assyrisch/chaldäische Bevölkerung Alqoshs (die Mehrzahl der rund 5.000 verbliebenen „Alqoshnaye“ gehören der chaldäisch-katholischen Kirche an) geht davon aus, dass die Absetzung im Zuge der Auseinandersetzung um die „disputed areas“ steht.

Bei den „disputed areas“ handelt es sich um Gebiete, die die Regierung der autonomen Region Kurdistan im Nordirak gerne dauerhaft unter ihre Kontrolle bringen würde, obwohl sie seit jeher von indigenen Minderheiten bewohnt werden. Die meisten dieser Gebiete befinden sich in der Provinz Ninive, die im Sommer 2014 vom IS überrannt und in den vergangenen Monaten von der irakischen Armee und kurdischen Peshmerga befreit worden ist.

Die kurdische Regionalregierung hat immer wieder betont, dass sie den Bewohnern dieser Gebiete die freie Entscheidung darüber, ob sie zu einem möglicherweise unabhängigen Kurdistan gehören, oder im Irak verbleiben möchten, zugestehen wird.

Die überraschende Absetzung des Bürgermeisters von Alqosh gegen den Willen der Bevölkerung weckt Befürchtungen, dass genau diese angekündigte Entscheidungsfreiheit letztlich nicht zugestanden werden soll, sondern dazu dient, eine Integration Alqoshs in die kurdischen Gebiete vorzubereiten.

Die Bewohner Alqoshs haben in den vergangenen Tagen mit Demonstrationen gegen die Absetzung des Bürgermeisters protestiert und die internationale Gemeinschaft aufgerufen, sich unter dem Slogan #StandWithAlqosh (steht zu Alqosh) mit ihrem Anliegen, den abgesetzten Bürgermeister zurück ins Amt zu bringen, zu solidarisieren.

Da der Rat der Provinz Ninive seit dem Fall Mosuls im Jahr 2014 in der Region Kurdistan ansässig ist, richten Sie mit Unterzeichnung der Petition je eine Nachricht an die Vertreter der kurdischen Regionalregierung in Berlin und Wien mit der Bitte, darauf hinzuwirken, dass Masoud Barzani, der Vorsitzender der PDK und Präsident der autonomen Region Kurdistan ist, dafür sorgen möge, zu beweisen, dass die Ankündigungen seiner Regierung, den Willen der indigenen Bevölkerung der umstrittenen Gebiete zu respektieren, ernst gemeint sind.

Herr Barzani hat die Macht, zu veranlassen, dass die Absetzung des Bürgermeisters rückgängig gemacht wird. Diesen Schritt erwarten wir dringend von ihm!

+ E-Mail/Mitteilung an:

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition

 
Please enter your first name
Please enter your last name
Please enter your email
Please enter your country
PLZ
CitizenGO schützt Ihre Privatsphäre und informiert Sie regelmäßig über diese und andere Kampagnen.

Die Absetzung des christlichen Bürgermeisters von Alqosh rückgängig machen!

Sehr geehrter Herr Dilshad Barzani,
sehr geehrter Herr Dr. Mustafa Ramazan,

wie Ihnen sicherlich bekannt ist, wurde am 16. Juli 2017 der Bürgermeister von Alqosh gegen den Willen der Bevölkerung abgesetzt und durch einen der PDK angehörenden kurdischen Lokalpolitiker ersetzt.

Diese Maßnahme hat nicht nur bei der Bevölkerung von Alqosh, sondern bei allen in der autonomen Region Kurdistan im Nordirak lebenden Angehörigen indigener Minderheiten Erschrecken hervorgerufen und Befürchtungen ausgelöst.

Vor allem die Befürchtung dass sie den Ankündigungen der kurdischen Regionalregierung, den Bewohnern der „disputed areas“ – also der zwischen der Regionalregierung und der irakischen Zentralregierung in Bagdad umstrittenen Gebiete – die freie Entscheidung über die zukünftige Zugehörigkeit ihrer Städte und Dörfer zuzugestehen wird, nicht vertrauen können.

Die Bevölkerung Alqoshs ist mit der Absetzung des von ihr gewählten Bürgermeisters nicht einverstanden und bekundet ihre Haltung seit Tagen mit Demonstrationen und Kundgebungen. Dazu wurde die internationale Gemeinschaft aufgerufen, ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen.

Wir bitten Sie eindringlich, darauf hinzuwirken, dass Masoud Barzani, der Vorsitzende der PDK und Präsident der autonomen Region Kurdistan, dafür sorgen möge, zu beweisen, dass die Ankündigungen seiner Regierung, den Willen der indigenen Bevölkerung der umstrittenen Gebiete zu respektieren, ernst gemeint sind.

Herr Barzani hat die Macht, zu veranlassen, dass die Absetzung des Bürgermeisters rückgängig gemacht wird. Diesen Schritt erwarten wir dringend von ihm!

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]

Die Absetzung des christlichen Bürgermeisters von Alqosh rückgängig machen!

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition

050.000
  23.821
 
23.821 Personen haben bereits unterzeichnet. Helfen Sie bitte mit, 50.000 Unterschriften zu erreichen.